gerade der Bravo um wenige Jahre entwachsen, begann ich aus mundpropagandaistisch motivierten Gründen Euer bescheidenes Magazin zu lesen.
Nee, wat war dat schön.
Ich bin bereitwillig Problemen in den Weg gelaufen, deren Existenz mir vor und nach dem Lesen nie bewusst war/werden wollte, hab' mir vielleicht den ein oder anderen quartalsweise publizierten Modetipp abgeschaut (Stimme aus dem Off: Die anderen Kinder machen das doch schon längst.) und in Gruppenarbeit amüsante Bilderrätsel gelöst. Hinterher fühlt man sich informiert, man bewegt jetzt was.
Früher war alles besser, oder war ich dümmer?
Heute zerreisse ich alte Magazine, die ich aus messiegründen nostalgisch konserviert hatte. Der schmucke Zeitschriftenstapel, jetzt gekrönt von echten internationalen Magazinen, kotzt seine Jugensünden heraus - und der Neo-Spießer puffert jetzt mein Geschirr im Umzugskarton.
Die nicht mehr so neue NE*N-Formel:
Problem erfinden.
Der Leser ist geschockt. Das kennt er! Oder?
Problem auf dem Cover mit illustren Bildern illustrieren.Was schöne Bilder! Da muss was dran sein.
Problem im Artikel aufbauschen.Hm. Kommt mir wirklich bekannt vor.
Problemlösung im Artikel erfinden.ACHSO!
Problemlösung aufbauschen.achso.
Allerweltspointe.
Alle so: wie prä-post-gender.
Alle so: wie prä-post-gender.


