Gekonnt ein bisschen essayistischen Autobiographismus betreiben, der wunderbar mit der frühen Reifung und ein paar, oh oh nicht den Rotwein vor Schreck fallen lassen, Drogenexzessen jongliert. Sex an, auf, in Berghainen.
Der Spiegel postuliert weniger den Reiz ihrer Dramaturgie, denn die Atmosphäre. Klingt für mich nach einem weiteren Grund nur Menschen zu lesen, die leider schon Tod sind.
Was den Plagiatsvorwurf angeht, bin ich mir nicht ganz sicher wie ich dazu stehen soll. Allerdings finde ich, inter-, trans-, shareblablamedialität hin oder her, jemanden zitieren, jemanden sogar abschreiben ist vollkommen okay. Aber jemanden Kenntzeichnen ist eine Frage des Respekts, denn geschickt mit Text umgehen, dessen Quelle man markiert, ist eleganter, als plump copy&pasten. Stellt sich die Frage, ob ihre Erfahrungen nicht auch einfach in ihr Hirn kopiert wurden.
Eleganz. Hm. Ist wohl ohnehin abhanden gekommen. Stilistisch mit kreativer Elloquenz zu arbeiten (denn das scheint ihre Besonderheit) ist nichts weiter als die Konsequenz aus einer Welt, die semiotisch überquillt.
Nachtrag:
Also ich will damit nicht die Intertextualität als Plagiatismus bezeichnen.
Zwei Faktoren stören mich bei dieser Debatte und der ganzen Vorgehensweise: zum einen - wer Biographismus betreibt, der kann sich auch an der eigenen Biographie messen lassen. Mir kommen aber zweifel, dank der der Anspielungen, ob das Erlebte den Weg vom Erleben in den Text getan hat - oder ob alles einfach Fiktion ist. Zum anderen... kommt es darauf an, wer hier zitiert wird. Intelligente Anspielungen sind nicht das gleiche, wie Kopierismen. Intertextualität ist nicht Plagiat. Das soll jetzt nicht auf einen dagegengelagerten Originalitätsbegriff hinauslaufen. Die ganze Dichotomie ist, semiotischer Überdosis sei Dank, obsolet. Aber die Diskussionskombattanten (Hegemann und ihre Feuilletonfans) bewegen sich genau zwischen diesen beiden Polen. Schade drum.
Ich denke, dass die Diskussion in den falschen Begrifflickeiten einfach todläuft... zumindest in den letzten Stunden, was im Internet bereits Äonen sind.
Nachtrag:
Also ich will damit nicht die Intertextualität als Plagiatismus bezeichnen.
Zwei Faktoren stören mich bei dieser Debatte und der ganzen Vorgehensweise: zum einen - wer Biographismus betreibt, der kann sich auch an der eigenen Biographie messen lassen. Mir kommen aber zweifel, dank der der Anspielungen, ob das Erlebte den Weg vom Erleben in den Text getan hat - oder ob alles einfach Fiktion ist. Zum anderen... kommt es darauf an, wer hier zitiert wird. Intelligente Anspielungen sind nicht das gleiche, wie Kopierismen. Intertextualität ist nicht Plagiat. Das soll jetzt nicht auf einen dagegengelagerten Originalitätsbegriff hinauslaufen. Die ganze Dichotomie ist, semiotischer Überdosis sei Dank, obsolet. Aber die Diskussionskombattanten (Hegemann und ihre Feuilletonfans) bewegen sich genau zwischen diesen beiden Polen. Schade drum.
Ich denke, dass die Diskussion in den falschen Begrifflickeiten einfach todläuft... zumindest in den letzten Stunden, was im Internet bereits Äonen sind.




